30.000 showed support to the development of renewable energies during this weekend in Germany (Source: pv-magazine)

In sieben Landeshauptstädten gingen am Samstag mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie verlangen von der Bundesregierung, den Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse nicht abzuwürgen sowie einen raschen Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft.

Unter dem Motto „Energiewende retten – Wind und Sonne statt Kohle, Fracking und Atom“ demonstrierten am Samstag insgesamt 30.000 Menschen gegen ein Ausbremsen der Energiewende. Bei den Kundgebungen in den sieben Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden forderten Redner einen beschleunigten Photovoltaik- und Windkraftausbau. Sie kritisierten dabei die Pläne der Bundesregierung, die im Zuge einer EEG-Reform die Förderung von Photovoltaik und Windkraft kürzen und deren Ausbau deckeln will. Die Organisatoren der Demonstrationen hatten sich bewusst, Landeshauptstädte ausgesucht, da die Länder noch erheblichen Einfluss auf den Gesetzesprozess nehmen könnten.

„Wir fordern die Ministerpräsidenten der Länder auf, jeden Versuch der Bundesregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien einzuschränken, klar und deutlich zurückzuweisen“, sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), in Wiesbaden. In Hannover, wo rund 8000 Menschen demonstrierten, rief Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“ zu einem sofortigen Atomausstieg auf. “Wir wollen nicht erst 2022 raus aus der Atomkraft sondern jetzt. Wir wollen keine neuen Braunkohletagebaue, sondern ein Kohleausstiegsgesetz. Wir wollen kein Fracking, sondern den zügigen weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie. Und wer behauptet, die Energiewende sei zu teuer, der will doch nur weiter seinen Reibach mit schmutzigen Kraftwerken machen und verschweigt gleichzeitig die Kosten von Klimakatastrophe und Atommüll-Desaster”, sagte Stay. In Düsseldorf und Potsdam forderten Redner die Bundesregierung auf, aus der Kohleförderung auszusteigen. (Sandra Enkhardt)

 
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